Konzeption Jugendkulturarbeit der Stadt Heidenheim

Betreff
Konzeption Jugendkulturarbeit der Stadt Heidenheim
Vorlage
KuSSS 015 / 2021
Art
Drucksache KuSSS

Das Gremium nimmt den Bericht zur Kenntnis. 

Das Jugendreferat der Stadt Heidenheim passt in regelmäßigen Abständen die Konzeption für die Offene Jugendarbeit der städtischen Jugendhäuser den aktuellen Bedarfen, Trends und Entwicklungen an.

 

In den Sommermonaten fallen junge Menschen immer wieder negativ auf, wenn sie sich in den Abendstunden an öffentlichen Plätzen wie z. B. dem REWE-Areal/Brenzufer treffen und dort feiern. Hauptprobleme sind insbesondere Lärm und Verschmutzung der Flächen, aber auch der angrenzenden Gärten und Hauswände. Der Wunsch und die Vorstellung vieler Bürger ist, dass solche temporären Hotspots über Angebote der Jugendkulturarbeit gesteuert werden können, in dem Jugendlichen ein attraktives Alternativangebot unterbreitet wird.

 

Diesem Gedanken folgt auch der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rahmen der Haushaltsrede für das Jahr 2021. Beantragt wurde, in Hinsicht auf Jugendarbeit einen Sozialplan/eine Sozialoffensive einzurichten und Jugendlichen Räume zu bieten, damit temporäre Hotspots gesteuert entwickelt werden können. Hierbei soll die Einbeziehung des Badehauses als Kulturzentrum überprüft werden.

 

Aus diesem Grunde hat das städtische Jugendreferat die Jugendkulturarbeit als Bestandteil der Kommunalen Offenen Jugendarbeit nach § 11 Sozialgesetzbuch, 8. Buch, aus der Gesamtkonzeption der Offenen Jugendarbeit Heidenheim herausgelöst und in einer eigenen Konzeption dargestellt.

 

Verkürzt dargestellt können alle Angebote der städtischen Jugendhäuser, welche nicht den typischen Offenen Jugendhausbetrieb umfassen, als  Jugendkulturarbeit bezeichnet werden. In der Konzeption Jugendkulturarbeit der Stadt Heidenheim wird zunächst dargestellt, was Jugendkulturarbeit umfasst und welche Ziele und Arbeitsprinzipien diese leitet. Anschließend werden die bestehenden Angebote der städtischen Jugendkulturarbeit dargestellt und im weiteren Verlauf untersucht, wie die Auslastung dieser Angebote ist und welche Bedarfe an neuen/zusätzlichen Maßnahmen bestehen. Im vierten Kapitel zeigt die Konzeption dann, wie diese Bedarfe im Rahmen der städtischen Jugendkulturarbeit in den drei bestehenden Jugendhäusern umgesetzt werden sollen.

 

Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass die Angebote an den drei Standorten zwar den Bedarfen entsprechen, jedoch einzelne Angebote im jugendkulturellen Bereich noch ausgebaut werden sollten. Dabei sind die räumlichen und personellen Voraussetzungen vorhanden. Insbesondere das Jugend- und Kulturzentrum Treff 9 wird als Zentrum der städtischen Jugendkulturarbeit wahrgenommen. Die attraktive Lage in der Innenstadt mit großzügiger Außenanlage und das angrenzende Brenzufer sowie die großen und gut ausgestatteten Räumlichkeiten machen dieses Jugendzentrum zum idealen Ort für Angebote im Rahmen der Jugendkulturarbeit.

 

Eine räumliche Erweiterung unter Einbeziehung des Badehauses ist somit nicht notwendig. Hinzu kommt, dass bei diesem Gebäude ein recht hoher Sanierungsbedarf besteht. Auch die Struktur des Gebäudes und der Denkmalschutz führen im Ergebnis zur Schlussfolgerung, dass das Badehaus als Jugendkulturzentrum nicht geeignet ist.

 

Nach umfassender Analyse kann aus fachlicher Sicht Jugendkulturarbeit keinen nennenswerten Beitrag zur Steuerung temporärer Hotspots leisten. Dennoch wird im Rahmen der Konzeption Jugendkulturarbeit der Stadt Heidenheim in Kapitel 5 am Beispiel „REWE-Areal“ dargestellt, welchen Beitrag die Kommunale Offene Jugendarbeit sowie die Mobile Jugendarbeit zur Steuerung temporärer Hotspots erbringen.

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Simone Maiwald

Bürgermeisterin